Reiskruste – So bekommst du sie hin

By : | 0 Comments | On : 20. August 2017 | Category : Reis kochen

Fesenjan mit Safranreis

Eine Reiskruste ist eine absolute Spezialität in der persischen Küche. Sie hat sogar einen eigenen Namen, Tahdig. Es gibt sogar eigene Gerichte die hauptsächlich aus Tahdig bestehen. Grund genug um euch heute die regionalen Unterschiede näher zu bringen und zu erklären wie ihr eine gelungene Reiskruste hinbekommt.

 

Welche unterschiedlichen Reiskrusten gibt es?

In den einzelnen Regionen Deutschlands gibt es schon viele Unterschiede. Da verwundert es nicht das in einem Land das fünfmal so groß ist wie Deutschland Tahdig nicht gleich Tahdig ist. So gibt es drei Versionen von Reiskrusten die alle drei großartig schmecken:

  • Reiskruste nur mit Reis
  • Reiskruste mit Kartoffeln
  • Reiskruste mit Brot

 

Zubereitung

Die Zubereitung ist allerdings bei allen Versionen prinzipiell wieder gleich. Als Basis wird ganz normal Reis gekocht, wie in diesem Artikel beschrieben.

Nachdem alles Wasser verdampft ist, gibst du den gekochten Reis in eine Schüssel damit dein Topf oder Reiskocher* zunächst einmal leer ist. Nun gibst du ein Stück Butter oder 3 bis 4 Esslöffel Öl auf den Boden des Topfes und schichtest nun löffelweise den Reis wieder in den Topf. Dies musst du vorsichtig tun, damit das Fett auf dem Boden bleibt wo sich ja nun die Reiskurste bilden soll. Schüttest du den Reis aus der Schüssel einfach in den Topf wird sich das Fett mehr verteilen. Anstatt einer „frittierten“ Reiskurste wird der Reis hauptsächlich anbrennen. Also schön vorsichtig umschichten.

Nun gibst du einen Deckel auf den Topf und lässt das ganze bei schwacher bis mittlerer Hitze für 30 Minuten köcheln.

Um Tahdig mit Kartoffeln zu erhalten, gibst du einfach Kartoffelscheiben in das Fett bevor du den Reis wieder einschichtest, wobei du hier nicht ganz so vorsichtig sein musst.

Die Reiskruste mit Brot ist dagegen etwas schwieriger. Nicht weil die Zubereitung schwierig ist, ganz im Gegenteil. Die Schwierigkeit besteht darin das es das persische Brot bei uns nicht gibt. Ein Brot wie bei uns üblich gibt es im Iran nämlich nicht. Dort isst man Brot das an Fladenbrot erinnert, aber keineswegs mit türkischem Fladenbrot verwechselt werden sollte. Geschmacklich sind die Unterschiede nämlich enorm.

Da ich aber nun nicht verlangen möchte das du zuerst dein original persisches Brot backst, könntest du einfach als Ersatz Tortilla-Fladen benutzen. Gib als aller erstes wieder 3 bis 4 Esslöffel Öl (je nach Größe, der Boden muss bedekt sein) in den Topf, danach reiß danach – wieder je nach Größe – 1 bis 2 Tortillas in Stücke und leg den Boden danach aus. Nun kannst du den Reis wieder darauf geben und für 20 bis 30 Minuten köcheln lassen.

 

Tipp zur original persischen Reiskruste

Um eine wirklich original persische Reiskruste zu erhalten, musst du natürlich noch Safran dazu geben. In allen drei Versionen löst du ein wenig Safran in rund 100 ml Wasser auf und gibst diese Mischung auf die Kartoffeln, Tortillas oder eine dünne Schicht Reis, bevor du den (restlichen) Reis aufschichtest.

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